Anolytkreisläufe von KTL-Anlagen haben die Aufgabe, die Anoden der Dialysezellen zu kühlen und die beim Beschichten entstehende Säure abzuführen. Da dieses Anolyt mit ca. 30 °C temperiert ist und zudem die organische Säure einen idealen Nährboden für Kleinstlebewesen darstellt, kann dieses System leicht verkeimen.
Diese Keime werden dann häufig mit Fungiziden, Bakteriziden usw. bekämpft. Leider währen diese Erfolge oft nur kurz, weil die Keime in der Regel recht schnell zur Resistenz gegen diese Entkeimungs-mittel neigen. Teilweise wird dann höher dosiert, jedoch nur mit mäßigem Erfolg.
Die finanziellen Schäden durch diese Keime können beträchtlich sein. Ein in der Praxis häufig zu beobachtendes Bild ist eine Verschleimung des gesamten Anolytkreislaufes. Nur mit viel Mühe und mechanischer Reinigung kann dann ein Produktionsstillstand vermieden werden. Auch nach dieser Reinigung kann eine erneute Verkeimung meist nicht verhindert werden. In den Rohrleitungen, Dialysezellen, Pumpen usw. verbleiben Reste der Keime und der Prozess der Verkeimung beginnt innerhalb von wenigen Wochen erneut. |
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Es ist sicherlich leicht nachvollziehbar, dass diese Reinigungen, speziell bei großen KTL-Anlagen in der Automobilindustrie, die häufig mit hunderten von Rohrdialysezellen oder dutzenden von Flachzellen bestückt sind, immense Kosten verursachen.
Bis in jüngste Zeit wird von Anwendung-stechnikern der Lackhersteller gelegentlich empfohlen, eine Kupferstange oder ein aufgespleißtes Kupferkabel in den Anolytbehälter zur Vorbeugung einer Verkeimung zu montieren.
Die keimtötende Wirkung von Kupfer ist unbestritten. Leider reicht jedoch die hierbei freigesetzte Kupfermenge bei den heutigen bleifreien Lacken in der Praxis oft nicht aus, um eine Verkeimung wirkungsvoll zu verhindern. Diese keimtötende Wirkungsweise von Kupferionen haben wir uns bei unserem Wasser-Entkeimungs-System (WES-A) zu Nutze gemacht. Jedoch ist die Emission von Kupfer durch die Beaufschlagung mit Gleichstrom um ein Vielfaches höher. Namhafte Automobilhersteller zählen hier bereits zu unserem Kundenkreis.
Dieses System emittiert Kupfer in das Abwasser. Bitte prüfen Sie Ihre örtlichen Verhältnisse hinsichtlich der Abwasseraufbereitung und beachten Sie den Einleitgrenzwert in die Kanalisation bei ihrer zuständigen Gemeinde. |